Handgemachte Seife

Updated: Jul 12

Warum Naturseife milder und gesünder zu deiner Haut ist als kommerzielle Seife.






Geschichte

Handgesiedete Seife hat eine lange Geschichte. Die älteste Quelle eines Seifenrezeptes stammt von einer Tontafel der Sumerer, ein Volk, das im südlichen Mesopotamien ca. 3.000 v. Chr. lebte. Man denkt, dass das Wort “alkalisch” hier seinen Ursprung hat: al-quali bedeutet soviel wie Pflanzenasche.

Jetzt denkt ihr euch sicher, was hat Pflanzenasche mit meinen Stück Seife zu tun.

Die Sumerer haben entdeckt, dass man aus verbrannten Pflanzen und Hölzern die sogenannte “Pottasche”, auch Pflanzenasche genannt, gewinnen kann, welche unter Beimischung von tierischen und pflanzlichen Fetten eine fettlösende Lauge entstehen lässt.

Die reinigende Wirkung wurde anfangs völlig übersehen und das Gemisch nur als Heilmittel angewandt.

Erst Jahrtausende später nutzen die Römer die Waschwirkung der Seife und fortan wurde sie fast ausschließlich zu diesem Zweck verwendet.

Durch die Möglichkeit, Seifen industriell und künstlich herstellen zu lassen, entwickelte sich Seife langsam von einem Luxusprodukt zu einem Gebrauchsgegenstand für Jedermann.

Leider hat die heutige Seifenherstellung fast nichts mehr mit der von früher gemein. Die im Handel erhältlichen Produkte besitzen einen sehr geringen Anteil an “echter” Seife und bestehen zu sehr großen Teilen aus synthetischen Substanzen wie Plastik, Konservierungsstoffe, Duft,-und Farbstoffe. Diese Produkte weisen fast keine Überfettung auf, welche die Haut in ihrer natürlichen Funktion unterstützt und ein austrocknen verhindert. Wertvolle und hautpflegende Öle fehlen meist gänzlich.

Wer ein „echtes“ Seifenstück haben möchte, welches die Haut sanft reinigt und gleichzeitig pflegt, sollte beim Kauf genau auf die Inhaltsstoffe achten.




Hier ein Beispiel: handgesiedete Seife vs. industriell hergestellte Seife




 

Wie wirkt Naturseife auf meiner Haut?

Seife setzt die Oberflächenspannung des Wassers herab und ist dadurch in der Lage sich um einzelne Schmutzpartikel zu legen, die dann einfach mit Wasser abgespült werden können. Auch Fette und Öle lassen sich so sehr leicht lösen und anschließend mit Wasser wegspülen


Herstellung

Viel hilft nicht immer viel. Ich nutze ausgewählte, kaltgepresste, bio Pflanzenöle und unraffinierte bio Sheabutter zur Herstellung meiner Seifen. Dadurch entsteht nicht nur ein unglaublich sanftes Reinigungsprodukt, was den Wiederaufbau des Hautschutzmantels positiv unterstützt, sondern erhält dadurch gleichzeitig einen zarten, natürlichen Geruch -ganz ohne künstliche und gesundheitsschädlichen Zusätzen. ​ Des Weiteren verzichte ich bei der Honig und Veganen Seife auf ätherische Öle. Dadurch wird sie besonders verträglich für sensible Haut und für Allergiker. Sie eignet sich außerdem hervorragend als "Detox"-Routine.


"Ich LIEBE, LIEBE, LIEBE diese [Honig] Seife. Sie riecht wunderbar natürlich, mild und dezent. Man merkt, dass es mit reinen Inhaltsstoffen gemacht wurde. Es hinterlässt meine Haut super weich, ohne sie auszutrocknen, wie reguläre Seife es tut. Ich nutze sie für die Hände und meine Haut und ich muss mich nicht mehr so viel eincremen, wie früher." - eine zufriedene Kundin aus Finnland


Gewichtsangaben

Bei der Gewichtsangabe handelt es sich bei mir immer um Frischgewicht. Während ihrer "Reifezeit" verliert sie an Wasser, was dazu führt, dass die Seifen an Härte zunehmen und dadurch ergiebiger werden. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass handgemachte Seifen, genau wie guter Wein, milder und verträglicher werden, je länger sie reifen. Der Flüssigkeitsverlust beträgt normalerweise ca 10-15% und ist ganz natürlich.



 

Mein persönlicher Tipp


Um eure Seife ergiebiger zu machen, empfehle ich sie zu teilen. Dazu einfach in der Mitte durchschneiden. Das hat den Vorteil, dass ihr eine kleinere Fläche der Seife nutzt und sie so ergiebiger wird. Plus, es verhindert das Brechen der dünner werdenden Seife.​


Während der Benutzung solltest du deine Seife auf einer Schale mit Abtropflöchern lagern. Wenn Seife im Wasser liegt, löst sie sich schnell auf.


Das Seifen-Stück welches du nicht benutzt, kannst du zurück in die Tüte packen. Darin kann die Seife an einem trocken Ort lagern. Idealerweise bei Zimmertemperatur, gerne aber auch etwas kühler.




After Care

Für optimale Ergebnisse empfehle ich nach der Reinigung ein natürliches Hautöl aufzutragen. Es macht wenig Sinn bei der Reinigung auf künstliche Zusatzstoffe zu verzichten, um sie direkt im Anschluss wieder draufzucremen.

Hautöle wirken sich positiv auf die Regeneration aus und unterstützen die Wiederherstellung des Säureschutzmantels.


Mit dieser unsichtbaren Schutzschicht bist du bestens gerüstet gegen Umwelteinflüsse von Außen, benötigst nur wenig Pflegeprodukte und kannst dadurch in Qualität investieren. Win-Win würde ich sagen!


 


Die häufigsten Fragen um's Thema Seifen Bars


Trocknet feste Seife meine Haut aus?

Wenn es sich um ein handgesiedetes Seifenstück handelt, ist die Antwort auf diese Frage ganz klar NEIN.

Kommerzielle Seifen trocknen die Haut stark aus, da sie den Säureschutzmantel angreift. Häufige Folgen sind juckender, irritierter Haut und gerötete Haut.

Wie ihr aber im Vergleich oben sehen könnt, hat industriell hergestellte Seife nichts mit handgemachter Seife zu tun.


Was ist der Unterschied zu kommerziellen Seifenprodukten?

Handgesiedete Seifenrezepte sind so konzipiert, dass sie einen sehr hohen Anteil an pflegenden und natürlich schäumenden Ölen enthalten. Die Lauge (Natriumhydroxid- Wasser-Gemisch) sorgt für die Verseifung, indem es die Fette und Öle aufspaltet.

Durch die Reifezeit verdunstet das Wasser und die Fette werden in Glycerin und in die Salze der Fettsäuren gespalten, was den reinigenden Effekt zur Folge hat. Naturseifen erhalten dadurch immer einen hohen Überfettungsgrad, der sich positiv auf unsere Hautschutzmantel auswirkt.


Wie lange dauert die Umstellung?

Die Umstellung von Produkten mit chemischen Zusätzen auf natürliche Alternativen dauerte bei mir ca. 4 Wochen. Die Ersten Anzeichen von Besserung traten bereits nach 1-2 Wochen auf. Da die Haut 4 Wochen braucht um sich einmal zu erneuern, würde ich ihr diese Zeit definitiv geben, weil sie durch Chemie- und Plastikzusätze lange nicht mehr in ihrem eigenen Rhythmus arbeiten konnte.


Selbst wer im Anschluss wieder zu industriellen Produkte greift hat seiner Haut, im "schlimmsten Fall", 4 Wochen Detox geschenkt.





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